Zur Nacht
 
Zur Nacht durch meine Räume geht
nicht selten jetzt ein Mann
und winkt, wie wenn er Korn aussät,
nur andersrum, mich zu sich ran

Er wechselt auch wohl die Gestalt,
bald längst vor Alter bleich,
ganz dem Verfall anheim, und bald
ganz mir an Jugend gleich

Zur Nacht durch meine Räume geht
nicht selten jetzt ein Mann,
den, wenn der Nachtwind leiser weht,
man atmen hören kann

Was er nur, fragte ich ihn jüngst,
wolle: Wer er sei?
Worauf der Alte bleiern grinst
und sagt, er wärī so frei

Zur Nacht durch meine Räume geht
nicht selten jetzt ein Mann,
den, selbst wenn er im Schatten steht,
ich winken sehen kann